Möhrenfalafel mit Rote-Bete-Püree

Möhrenfalafel mit Rote-Bete-Püree

Falafel sind eine wunderbare fleischlose Alternative zu Hackfleischbällchen. Vielen sind sie als vegetarisches Street Food bekannt. Noch besser schmecken Falafel natürlich selbstgemacht!

Für Falafel verarbeitest du Kichererbsen oder Bohnen mit Kräutern und Gewürzen zu einem Püree. Aus diesem formst du dann kleine Bällchen. Die Bällchen werden frittiert, gebacken oder gebraten. Zur Vorbereitung benötigst du mehr Zeit als für normale Hackfleischbällchen. Aber dafür kannst du deiner Kreativität bei der Zutatenwahl freien Lauf lassen. In diesem Rezept sorgen z. B. geriebene Karotten dafür, dass die Bällchen etwas saftiger und „gemüsiger“ werden.

Falafel selber machen lohnt sich! Am besten bereitest du gleich mehr zu, damit für den nächsten Tag als vollwertigen Snack noch welche übrig sind!

Falafel frittieren oder backen?

Meist erhältst du an Streetfood-Ständen oder im Restaurant fettige und dunkel frittierte Falafel. Auch wir haben die orientalischen Kichererbsen-Bällchen in unserem letzten veröffentlichten Falafel-Rezept frittiert.

Dabei kannst du Falafel auch wunderbar in der Pfanne braten oder im Ofen ausbacken. Deshalb sparen wir uns dieses Mal das Fett und den Dampf in der Küche und backen sie figurschonend im Ofen. Das hat auch den Vorteil, dass alle Bällchen gleichzeitig fertig sind – im Gegenzug fehlt aber eine knusprige Kruste. Um dem entgegenzukommen, wälzen wir die Bällchen in Sesamkörnern bevor wir sie im Ofen fertigbacken.

Ungebackene bzw. unfrittierte Falafel. Teilweise mit Sesamkruste.

Welche Beilage zu Falafel?

Pasten, Saucen, Salat – das sind die besten Beilagen zu Falafel. Wir bereiten hier für die Kichererbsen-Bällchen ein Rote-Bete-Püree zu, das durch reichlich Sumach (Essigfrucht) eine fruchtig-säuerliche Note bekommt.

Alternativ kannst du auch eine Sauce aus Joghurt, Tahin (Sesampaste) und Zitronensaft dazureichen, wie z. B. bei diesem Rezept für Aubergine und Brokkoli aus dem Ofen.

Sehr gut macht sich auch Tabouleh bzw. Bulgursalat oder Couscoussalat, Baba ghanoush (würziges Auberginenpüree) oder Hummus.

Mezze!

Am besten serviert du Falafel als Teil einer ganzen (Vor-)speiseplatte. Im orientalischen Raum spricht man von Mezze!

In kleinen Schälchen oder auf kleinen Tellern werden sämtliche Speisen in der Tischmitte angerichtet: Pasten, Saucen, gegrilltes Gemüse, Oliven, Nüsse, Pistazien, Datteln, Fladenbrot, Kibbeh … was das Herz begehrt!

Mezze - gemischte orientalische Vorspeisen und Beilagen: Tabouleh, Pasten, Nüsse, Oliven, Fladenbrot

Dann beginnt stundenlanges chaotisches und herrlich kommunikatives Schlemmen und Naschen, bei dem jeder alle möglichen Leckereien und deren Kombination ausprobieren will:

„Oh, was ist das denn…“, „Mh…das musst du mal probieren…“, „Das da mit dem….mhhh…“, „Reichst du mir mal…“, „Kann ich mal …“, „Mh…was probiere ich nun…ahh…“

…. so wie Raclette, nur anders (sagte zuletzt einer unserer Gäste :-))

Genug geredet! Hier gehts nun zu den Rezepten!

Karottenfalafel - Mezze
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Möhrenfalafel

Geriebene Karotten machen diese Bällchen aus gestampften Kichererbsen richtig saftig.

Gericht Hauptspeise, Snack, Vorspeise
Länder & Regionen Arabisch, Orientalisch
Keyword Gewürze, Hülsenfrüchte, Kichererbsen, Mezze, Vegetarisch
Vorbereitungszeit 1 Stunde
Portionen 25 Bällchen

Zutaten

  • 500 g Karotten
  • 250-300 g Kichererbsen gegart / abgetropft
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Chiliflocken
  • 2 TL Koriander (gemahlen)
  • 2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1/2 Bund gemischte Kräuter Petersilie, Minze, Koriander
  • ca. 100 g Paniermehl zum Binden – alternativ Mehl oder Kichererbsenmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Backpulver (optional)
  • 50-100 g Sesam (optional)

Anleitungen

Vorbereitung (siehe Hinweis)

  1. Ofen auf ca. 190° C Umluft vorheizen.

  2. Kräuter waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und feinhacken.

  3. Möhren schälen und fein reiben.

  4. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln.

  5. Alle vorbereiteten Zutaten mit Kichererbsen und Gewürzen mischen. Zu einem glatten Püree/Teig verarbeiten (Food Processor, Fleischwolf, Kartoffelstampfer).

  6. Teig mit Paniermehl (+Backpulver) binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  7. Mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen, in Sesam wälzen und auf einem Backblech (mit Backpapier oder -matte) verteilen.

  8. Im Ofen ca. 25 Minuten backen.

Rezept-Anmerkungen

Tipp für getrocknete Kichererbsen:

Über Nacht einweichen (ca. 150g) und im Schnellkochtopf ca. 30 Minuten garen.

Wer einen Fleischwolf oder Food Processor hat, kann die Zutaten nur grob vorbereiten – d.h. Karotten grob raspeln und Zwiebeln grob würfeln. Für einen Kartoffelstampfer ist leider etwas mehr Vorarbeit nötig. Die Möhren sollten sehr fein gerieben werden und auch die Zwiebeln und Kräuter sollten sehr feingehackt werden.

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Mezze - gemischte orientalische Vorspeisen: Falafel, Oliven, Pasten
Rote-Bete-Püree mit Sumach
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Rote-Bete-Püree

Sumach (Essigfrucht) gibt dieser Paste eine fruchtig-säurerliche Note

Gericht Beilage
Keyword Dip
Zubereitungszeit 15 Minuten

Zutaten

  • 1 Zitrone Bio
  • 30 g Pinienkerne alternativ Walnüsse oder Pekanüsse
  • 400 g Rote Beete gegart
  • 1-2 EL Sumach
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1-2 TL Schwarzkümmel (optional zum Garnieren)
  • ein paar Stiele Koriander (optional zum Garnieren)
  • ein paar EL Joghurt (optional zum Garnieren)
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen

  1. Pinienkerne (oder Nüsse) in einer Pfanne anrösten.

  2. Zitone heiß waschen, Schale abreiben, Saft auspressen.

  3. Koriander waschen, trockenschütteln und Blätter abzupfen.

  4. Rote Beete grob würfeln, mit Zitronenschale und -saft, Olivenöl und Sumach fein pürieren.

  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  6. Mit einem Klecks Joghurt, Schwarzkümmel, Korianderblättern und gerösteten Pinienkernen garniert servieren.

Rezept-Anmerkungen

Anstelle von vakuumierter roter Bete verwenden wir gern frische rote Bete vom Markt.

Diese garen wir im Dampfeinsatz des Schnellkochtopfs (Stufe 1) je nach Größe ca. 15-20 Minuten. Rote Bete erst gegart schälen, da sie sonst beim Garen in Wasser oder Dampf ausblutet. Die Schale lässt sich mit einem kleinen Messer leich abschaben bzw. abziehen.

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