Schlagwort: vegetarisch

Kala Chana Masala – Curry mit braunen Kichererbsen

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Bei diesem berühmten Gericht aus der Mogul-Küche lässt indischer Frischkäse (Paneer) in einer aromatischen Tomatensauce alle Herzen höher schlagen.

Dal Makhani – schwarze Linsen nach Punjabi Art

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Butter, und zwar viel Butter (vielleicht etwas Sahne) und viel Zeit machen den Charakter dieses beliebten Linsengerichts aus Nordindien aus. Bei Dal Makhani (sprich: Dal Mack-nii) ist der Name eben Programm, denn „Makhani“ bedeutet so viel wie buttrig. Das Gericht stammt aus einem nordindischen Restaurant (Moti Mahal in Delhi) und wird wegen seiner aufwendigen Zubereitung eher in Restaurants gegessen oder zu Festlichkeiten serviert. Zahlreiche Rezepte im Internet werben deshalb auch mit „Restaurant Style Dal Makhani“. Auf der Suche nach dem besten Dal habe ich einige davon studiert – die wenigsten davon auf Deutsch. Ja sogar ein paar Videos auf Hindi (mit englischen Untertiteln) waren dabei 😉

Vorbereitung und Zubereitung

Für dieses Gericht werden schwarze ungeschälte Linsen (Urid Dal Sabut!) auf kleiner Flamme lange Zeit sämig gekocht. Sobald die Linsen weich sind, werden Butter und ein mildes Tadka aus Knoblauch-Ingwerpaste, Kashmiri-Chili und Tomatenpüree hinzugefügt. Das Dal köchelt dann weiter bei schwacher Hitze bis es eine richtig schöne sämige Konsistenz hat. Zum Schluss werden die Linsen noch etwas zerstampft (traditioniell mit Mathani, einem Holzquirl). Dann wird das Dal noch mit reichlich Butter und Sahne abgeschmeckt und garniert.

Im Folgenden findest du eine ausführliche Beschreibung mit nützlichen Tipps für dein perfektes Dal Makhani. Zur kurzen Version geht’s hier lang:

Linsen waschen und einweichen

Um die Garzeit zu reduzieren und die Linsen (ca. 250g für 4 Personen) bekömmlicher zu machen, solltest du sie vorher bestenfalls über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Davor solltest du sie jedoch gut waschen – in einem Sieb unter fließendem Wasser abbrausen reicht nicht. In einer großen Schüssel mit Wasser kannst du die Linsen fest zwischen den Händen sauber reiben und danach das schmutzige Wasser abgießen. Mal davon abgesehen, dass man gut drei Spülgänge braucht bis das Wasser klar wird … diese Handmassage mit den kleinen harten Linsen im kühlen Wasser kann echt angenehm und entspannend sein :-).

Nicht wundern: nach dem Waschen und Einweichen nehmen die schwarzen Urdbohnen einen schönen grünen Tint an.

Linsen köcheln

Ich bin absoluter Schnellkochtopf-Fan, gerade wenn es um Hülsenfrüchte geht. Natürlich kann man die Linsen auch im Schnellkochtopf (ca. 25 Minuten) vorgaren, um Zeit zu sparen. Aber ein Dal Makhani in Perfektion braucht wenig Hitze und viel Zeit.

Das heißt: Eingeweichte Linsen in etwa der 2,5-fachen Menge Wasser ohne Salz sanft köcheln lassen. Dabei unbedingt den Schaum regelmäßig abschöpfen und entsorgen. Es dauert schon gut ein bis zwei Stunden bis die Linsen langsam weich werden und aufbrechen. Wenn es soweit ist, fügen wir reichlich Butter (50g oder mehr) hinzu und bereiten das Tadka zu.

Knoblauch-Wasser

In manchen Rezepten werden Knoblauch und Gewürze (z. B. Lorbeer) in einem Gewürzsieb oder Musselin-Beutel zu den Linsen gegeben und später wieder entnommen. Bei Chef Ranveer habe ich mir die Variante mit Knoblauch-Wasser abgeschaut.

Ich habe ganz einfach 2-3 Knoblauchzehen feingeschnitten und mit etwas heißem Wasser (gut 100-150ml) überbrüht, etwas ziehenlassen, durch ein Sieb abgegossen und später zu den köchelnden Linsen gegeben.

Ingwer-Knoblauch-Paste

Diese Paste brauchen wir für unser Tadka (siehe unten). Sie findet Anwendung in vielen indischen Rezepten. Man kann sie auch im Glas kaufen. Das lohnt sich meines Erachtens nicht, da sie sich fix selbst herstellen lässt.

Für dieses Rezept reichen gut 3-4 Knoblauchzehen und ein daumengroßes Stück Ingwer. Sowohl Knoblauch und Ingwer werden abgezogen bzw. geschält und evtl. mit etwas Salz und Kurkuma zu einer glatten Paste verarbeitet.

Ich reibe das Ingwerstück und die Knoblauchzehen einfach mit einer Reibe fein – das geht am schnellsten. Alternativ kann man Knoblauch und Ingwer erst fein würfeln und in einem Mörser zu einer Paste zerstampfen. Oder für ganz Harte: erst fein hacken und mit dem breiten Kochmesser auf dem Schneidbrett zu einer Paste schaben.

Tomatenpüree

Im Sommer würde ich frische Tomaten (3-4 Stück) verwenden, grob stückeln und mit einem Stabmixer pürieren. Die Konserve (ca. 400ml) tuts natürlich auch (vorallem außerhalb der Tomatensaison) und in der Regel haben Tomaten aus der Dose auch eine intensivere Farbe.

Tadka (oder auch Tarka / Tempering)

Unter Tadka versteht man eine Kochtechnik, bei der Gewürze und andere Geschmackszutaten zunächst erhitzt oder gar geröstet werden, um den Geschmack zu intensivieren – manchmal trocken oder in Öl bzw. Ghee. Die daraus resultierende Gewürzmischung bzw. -paste wird auch Tadka oder Tempering genannt. Je nach Gericht wird das Tadka am Anfang oder am Ende bzw. vor dem Servieren zubereitet und untergemischt. (Siehe auch diesen lesenswerten Artikel von serious eats (leider englisch): The Science of Tadka: An Essential Technique for Blooming Spices)

Das Tadka für unser Dal Makhani bereiten wir eher gegen Ende zu, sobald die Linsen langsam weich werden und aufbrechen. Die Ingwer-Knoblauch-Paste dünsten wir in reichlich Ghee an. Dann fügen wir etwas Kashmiri-Chilipulver (1-2 TL) hinzu und löschen kurz darauf mit Tomatenpüree ab. Dann rühren wir das Tadka unter die Linsen und lassen das Ganze einfach leise weiter köcheln.

Kashmiri-Chili ist ein mildes Chili und soll dem Dal eher rote Farbe geben als Schärfe. Leider ist Kashmiri-Chili etwas schwer erhältlich. Bitte deshalb nicht einfach 1:1 durch scharfes Chilipulver ersetzen. Paprika rosenscharf oder gar edelsüß tuts zur Not auch – oder sogar Paprika de la vera (= geräuchtertes Paprikapulver, siehe Dhungar Methode unten).

Stampfen und Servieren

Zum Schluss stampfen wir die Linsen gründlich, damit das Dal eine noch feinere Konsistenz bekommt. Traditionell verwendet man einen Holzquirl (Mathani). Aber ein Kartoffelstampfer verrichtet den Dienst ebenso gut. Oder zur Not einfach die Linsen mit einem Kochlöffel am Topfrand zerdrücken.

Zum Abschmecken einen spendablen Schluck Sahne unterrühren, sowie ein paar Würfel Butter (gut 50g). Salz natürlich nicht vergessen.

Und um das Ganze perfekt und buttrig zu machen, servierst du das Dal heiß in schönen indischen Schalen und malst mit cremiger Sahne eine Spirale darauf. In der Mitte platzierst du dann noch einen kleinen Würfel Butter, der sofort zu schmilzen beginnt. Dazu passen Reis und/oder Roti.

Variationen

Dal mit schwarzen Linsen und Kidneybohnen

Viele Rezeptvariationen verwenden neben schwarzen Linsen zusätzlich rote Kidneybohnen. Meist im Verhältnis 3:1 – also z. B. 180g schwarze Linsen und 60g Kidneybohnen.

Dhungar Methode – mit Raucharoma

Wird Dal Makhani über Stunden über offenem Feuer geköchelt, nimmt es ein leckeres rauchiges Aroma an. Mithilfe der sogenannten Dhungar Methode kann man dieses Aroma auch zu Hause erzeugen. (Ich habe es noch nicht ausprobiert – aber beim nächsten Mal!)

Bei der Dhungar Methode entzündet man ein Stück Holzkohle (z. B. mithilfe eines Gaskochers oder Flambierbrenners). Die glühende Holzkohle legt man in eine kleine Metallschüssel und lässt diese auf dem Dal „schwimmen“. Nun beträufelt man die Kohle mit etwas Öl, das sofort stark zu Rauchen beginnt. Schnell einen Deckel auf den Topf und ein paar Minuten abwarten bis der Rauch sich legt – fertig! Echtes Raucharoma made at home!

Alternativ kann man Paprika de la vera oder Liquid Smoke (Flüssigrauch – sparsam verwenden!) ausprobieren. Ich habe beides im Haus, aber irgendwie fühlt sich das wie Cheaten an 🙂

Rezept für Dal Makhani

Dal Makhani

Dal Makhani

Dal Makhani ist eines der beliebtesten Linsengerichte aus dem nordinischischen Punjab. Schwarze Urid Linsen werden über Stunden cremig weich gekocht und mit viel Butter und Sahne verfeinert.
Zubereitungszeit 3 Stdn.
Gericht Festessen, Hauptspeise
Land & Region Indien
Portionen 4 Personen

Equipment

  • Große Schüssel zum Waschen und Einweichen der Linsen
  • Reibe oder Mörser für Knoblauch-Ingwer-Paste
  • Topf für Linsen
  • Pfanne für Tadka

Zutaten
  

Linsen

  • 250 g schwarze Linsen, Urid Dal Sabut Urdbohnen, ungeschält – nach Belieben ca. 70g durch Kidneybohnen ersetzen
  • gut 100 ml Sahne oder mehr…
  • 100-150 g Butter oder mehr 😉

Knoblauch-Wasser

  • 3 Knoblauchzehen für Knoblauchwasser

Tadka

  • 3 Knoblauchzehen
  • 15 g Ingwer
  • etwas Salz und Kurkumapulver
  • 1-2 TL Kashmiri Chillipulver alternativ mildes Chilipulver, Paprika rosenscharf oder geräuchert
  • 400 ml passierte Tomaten
  • 2-4 EL Ghee

Abschmecken und Garnieren

  • Salz
  • Butter
  • Sahne

Anleitungen
 

Am Vortag

  • Linsen in einer Schüssel mit reichlich Wasser waschen (mit den Händen sauber reiben) und schmutziges Wasser abgießen. Zwei bis drei Mal wiederholen.
  • Linsen bestenfalls über Nacht in Wasser einweichen – mindestens 3-4 Stunden.

Linsen weich kochen

  • Linsen in gut 700-800ml Wasser ohne Salz bei niedriger Hitze köcheln lassen – gut 1-2 Stunden. Bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit zugeben. Den Schaum gelegentlich abschöpfen.
  • Für das Knoblauch-Wasser die Knoblauchzehen abziehen und in dünne Scheibchen schneiden. In einer Schüssel mit etwas heißen Wasser überbrühen und etwas ziehen lassen. Knoblauch-Wasser (oder besser Knoblauch-Tee :-)) zu den Linsen geben – ggfs. ein kleines Sieb verwenden.
  • Sobald die Linsen weich werden und aufbrechen gut 75g Butter in Würfeln unterrühren, leise weiterköcheln lassen und mit dem Tadka beginnen.

Tadka / Tarka

  • Für die Knoblauch-Ingwer-Paste Knoblauchzehen und Ingwer abziehen bzw. schälen. Mit einer feinen Reibe reiben oder würfeln und in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten. Mit etwas Salz und Kurkuma würzen.
  • In einer Pfanne einige EL Ghee erhitzen, Knoblauch-Ingwer-Paste dazugeben und unter Rühren andünsten. Kashmiri-Chilipulver dazugeben, nur kurz mitdünsten und dann Tomatenpüree zugeben.
  • Tadka zu den Linsen geben und unterrühren.

Finish

  • Linsen mit einem Kartoffelstampfer oder mit dem Kochlöffel am Topfrand zerdrücken, sodass das Dal eine schöne sämige Konsistenz bekommt. Nochmal großzügig Butter und Sahne zum Dal geben und mit Salz abschmecken.
  • Dal Makhani nach Belieben mit cremiger Sahne und einem kleinen Butterwürfelchen garnieren. Mit Roti oder Reis servieren.
Keyword Hülsenfrüchte, Indisch, Linsen, traditionell, Vegetarisch

Weitere indische Rezepte

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Dal Makhani

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Knusprige Hirsetaler

Knusprige Hirsetaler

Wenn es etwas gibt, worum sich unsere Kinder am Esstisch reißen, dann sind es Bällchen, Bratlinge oder Knödel in welchen Formen und Variationen auch immer. Diese knusprigen Taler aus Hirse sind unsere neuesten Glücklichmacher. Lauch und Spinat schmuggeln wir als Extraportion Gemüse mit rein.

Besonders praktisch: Die Taler werden im Ofen kross gebacken und sind damit gleichzeitig fertig. Ihr müsst sie also nicht portionsweise in der Pfanne ausbacken und aufpassen, damit sie nicht anbrennen. Während die Taler im Ofen bräumen, könnt ihr euch einfach um die Beilage kümmern. Wir empfehlen einen gemischten Salat und eine würzig-scharfe Huancaina-Sauce (peruanische Käsecreme mit Chili).

Hirse – glutenfreier Allrounder

Hirse zählt zu den ältesten kultivierten Getreiden, war etwa durch Mais weitestgehend verdrängt und feiert derzeit als glutenfreies Superfood ein großes Comeback. Für „Frei-von“-Esser, die nach glutenfreier oder glutenreduzierter Kost suchen, ist Hirse eine geeignete Alternative für Couscous oder Bulgur. Beides wird bekanntlich aus Weizen hergestellt. Ein Taboulé mit Hirse schmeckt mindestens genauso gut wie eines mit Bulgur. Aber Hirse eignet sich nicht nur für herzhafte Speisen. Auch für leckere Süßspeisen, wie z. B. Porride, kann man Hirse verwenden.

Was gibts dazu?

Wir lieben Salsa Huancaina! Das ist eine würzige peruanische Käsesauce aus Feta, Kondensmilch, Crackern (z. B. TUC-Kekse) und Aji amarillo (besondere Chili!). Wer es nicht ganz so scharf mag oder auch auf Weizencracker (Gluten…) verzichten will, der püriert einfach Feta mit etwas Joghurt zu einer Käsecreme.

Für mehr Grün auf dem Teller gibt es gemischten Salat. Je nach Saison z. B. Feldsalat mit gerösteten Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Dazu ein Dressing mit Walnuss-Note: 2 EL Olivenöl, 2 EL Walnussöl, 2 EL Apfelessig, 1 EL Ahornsirup, 1 TL Senf, Salz, Pfeffer.

Für ganz Eilige: Sweet Chili Sauce!

Kinder lieben Taler, Knödel und Bällchen

Es gibt zu viele Gründe, warum Kinder solche Speisen lieben…

  • Mit den Händen Essen kneten und Kugeln machen… ohne dass Mama und Papa schimpfen
  • Die richtige Portionsgröße für jeden … Kinderknödel, Mamaknödel, Papaknödel 😉
  • Bällchen kann man auf dem Teller hin- und herrollen … und aufspießen
  • Taler kann man stapeln…

Und natürlich kann man die Bratlinge dann auch zählen und sich wunderbar darum streiten, wer mehr kriegt.

Also am besten mehr Hirsetaler zubereiten! Wer weiß, wann sich die Kids das nächste Mal um Spinat und Lauch reißen 🙂

Vegetarische Bratlinge aus Hirse

Alternative Vegetarische Burgerpatties aus Hirse

Mit vegetarischen Patties, z. B. aus Linsen oder Bohnen, haben wir bereits gute Erfahrung gemacht – geschmacklich sehr gut, aber eher von weicher Konsistenz.

Nachdem die Taler recht stabil sind und beim Backen rundherum knusprig werden, eignen sie sich bestimmt auch als Burgerpatties.

Haben wir noch nicht ausprobiert, aber anstelle von 10 kleinen Talern, wie im Rezept unten, würden wir 4-6 größere Patties formen und backen.

Vegetarische Hirsetaler ohne Gluten

Knusprige Hirsetaler

Hirsetaler, knusprig im Ofen gebacken – ohne Weißmehl, glutenfrei
Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Backen 30 Min.
Arbeitszeit 1 Std.
Gericht Beilage, Hauptspeise, Snack
Land & Region Vegetarien
Portionen 10 Stück

Equipment

  • Sieb, um Hirse abzubrausen
  • kleiner Topf, um Hirse zu garen
  • Pfanne, um Lauch und Spinat zu dünsten
  • Rührschüssel
  • Ofen, auf 220°C vorgeheizt, Backbleck + Backpapier

Zutaten
  

  • 150 g Hirse
  • 300 ml Brühe
  • 125 g Blattspinat
  • 120 g Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Joghurt oder Quark
  • Salz
  • Pfeffer
  • weitere Gewürze Chili, Ras el Hanout, Garam masala, Currypulver, Paprika de la vera – je nach Belieben

Anleitungen
 

  • Ofen vorheizen auf 220°C

Hirse garen

  • Hirse in einem Sieb mit warmen Wasser abbrausen.
  • Brühe in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, Hirse dazugeben und zunächst bei geringer Hitze ca. 5 Minuten köcheln lassen und später bei ausgeschalteter Herdplatte quellen und die Flüssigkeit vollständig aufnehmen lassen. Das dauert ca. 15 Minuten.

Gemüse vorbereiten

  • Spinat verlesen, waschen und trocken schleudern. Lauch putzen und sehr fein würfeln. Knoblauch abziehen und ebenfalls klein würfeln.
  • Lauch in heißem Öl in der Pfanne andünsten, dann Knoblauch und Spinat zugeben. Unter Rühren weiterdünsten bis der Spinat zusammengefallen ist. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Schneidbrett feinhacken.

Frikadellen formen und backen

  • Hirse und gehackte Spinat-Mischung (beides jeweils etwas abgekühlt) in einer Rührschüssel mit Quark und Ei gründlich vermengen. Mit Salz, Pfeffer und ggfs. weiteren Gewürzen abschmecken
  • Aus der Masse etwa 10 Frikadellen formen und auf einem Backblech verteilen. Im Ofen (200-220° Umluft) ca. 30 Minuten goldbraun backen. Nach der Hälfte der Backzeit wenden.

Notizen

Dazu passt ein frischer Salat mit gerösteten Kernen und eine würzige Käsecreme, z. B. Huancaina-Sauce.
Keyword getreidefrei, glutenfrei, Hirse, ohne Mehl, Vegetarisch
Vegetarische glutenfreie Hirsetaler

Noch mehr Lust auf vegetarische Bällchen oder Bratlinge?

Wir haben für euch Falafel in zwei Variationen: einmal klassisch, einmal etwas saftiger mit Karotten. Die Falafel mit Karotten werden ebenfalls wie die Hirsetaler im Ofen gebacken.

Ansonsten empfehlen wir euch natürlich die vegetarischen Burger-Patties aus Kidneybohnen oder Süßkartoffeln und Linsen. Ob ihr nun Burger stapelt oder sie als Frikadellen mit Salatbeilage serviert, bleibt eurer Kreativität überlassen 🙂

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Möhrenfalafel mit Rote-Bete-Püree

Möhrenfalafel mit Rote-Bete-Püree

Falafel sind eine wunderbare fleischlose Alternative zu Hackfleischbällchen. Vielen sind sie als vegetarisches Street Food bekannt. Noch besser schmecken Falafel natürlich selbstgemacht!

Für Falafel verarbeitest du Kichererbsen oder Bohnen mit Kräutern und Gewürzen zu einem Püree. Aus diesem formst du dann kleine Bällchen. Die Bällchen werden frittiert, gebacken oder gebraten. Zur Vorbereitung benötigst du mehr Zeit als für normale Hackfleischbällchen. Aber dafür kannst du deiner Kreativität bei der Zutatenwahl freien Lauf lassen. In diesem Rezept sorgen z. B. geriebene Karotten dafür, dass die Bällchen etwas saftiger und „gemüsiger“ werden.

Falafel selber machen lohnt sich! Am besten bereitest du gleich mehr zu, damit für den nächsten Tag als vollwertigen Snack noch welche übrig sind!

Falafel frittieren oder backen?

Meist erhältst du an Streetfood-Ständen oder im Restaurant fettige und dunkel frittierte Falafel. Auch wir haben die orientalischen Kichererbsen-Bällchen in unserem letzten veröffentlichten Falafel-Rezept frittiert.

Dabei kannst du Falafel auch wunderbar in der Pfanne braten oder im Ofen ausbacken. Deshalb sparen wir uns dieses Mal das Fett und den Dampf in der Küche und backen sie figurschonend im Ofen. Das hat auch den Vorteil, dass alle Bällchen gleichzeitig fertig sind – im Gegenzug fehlt aber eine knusprige Kruste. Um dem entgegenzukommen, wälzen wir die Bällchen in Sesamkörnern bevor wir sie im Ofen fertigbacken.

Ungebackene bzw. unfrittierte Falafel. Teilweise mit Sesamkruste.

Welche Beilage zu Falafel?

Pasten, Saucen, Salat – das sind die besten Beilagen zu Falafel. Wir bereiten hier für die Kichererbsen-Bällchen ein Rote-Bete-Püree zu, das durch reichlich Sumach (Essigfrucht) eine fruchtig-säuerliche Note bekommt.

Alternativ kannst du auch eine Sauce aus Joghurt, Tahin (Sesampaste) und Zitronensaft dazureichen, wie z. B. bei diesem Rezept für Aubergine und Brokkoli aus dem Ofen.

Sehr gut macht sich auch Tabouleh bzw. Bulgursalat oder Couscoussalat, Baba ghanoush (würziges Auberginenpüree) oder Hummus.

Mezze!

Am besten serviert du Falafel als Teil einer ganzen (Vor-)speiseplatte. Im orientalischen Raum spricht man von Mezze!

In kleinen Schälchen oder auf kleinen Tellern werden sämtliche Speisen in der Tischmitte angerichtet: Pasten, Saucen, gegrilltes Gemüse, Oliven, Nüsse, Pistazien, Datteln, Fladenbrot, Kibbeh … was das Herz begehrt!

Mezze - gemischte orientalische Vorspeisen und Beilagen: Tabouleh, Pasten, Nüsse, Oliven, Fladenbrot

Dann beginnt stundenlanges chaotisches und herrlich kommunikatives Schlemmen und Naschen, bei dem jeder alle möglichen Leckereien und deren Kombination ausprobieren will:

„Oh, was ist das denn…“, „Mh…das musst du mal probieren…“, „Das da mit dem….mhhh…“, „Reichst du mir mal…“, „Kann ich mal …“, „Mh…was probiere ich nun…ahh…“

…. so wie Raclette, nur anders (sagte zuletzt einer unserer Gäste :-))

Genug geredet! Hier gehts nun zu den Rezepten!

Karottenfalafel - Mezze

Möhrenfalafel

Geriebene Karotten machen diese Bällchen aus gestampften Kichererbsen richtig saftig.
Vorbereitungszeit 1 Std.
Backen 25 Min.
Gericht Hauptspeise, Snack, Vorspeise
Land & Region Arabisch, Orientalisch
Portionen 25 Bällchen

Equipment

  • Fleischwolf, Food Processor oder alternativ ein Kartoffelstampfer
  • Schnellkochtopf für getrocknete Kichererbsen empfehlenswert
  • Reibe für Karotten, Trommelreibe mit Kurbel empfehlenswert
  • Teigschüssel
  • kleine Schüssel für Sesam
  • Backofen, 190° C Umluft, Backblech mit Backpapier oder Backmatte

Zutaten
  

  • 500 g Karotten
  • 250-300 g Kichererbsen gegart / abgetropft
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Chiliflocken
  • 2 TL Koriander (gemahlen)
  • 2 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • Ras el Hanout (optional), orientalische Gewürzmischung
  • 1/2 Bund gemischte Kräuter Petersilie, Minze, Koriander
  • ca. 100 g Paniermehl zum Binden – alternativ Mehl oder Kichererbsenmehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Backpulver (optional)
  • 50-100 g Sesam (optional)

Anleitungen
 

Vorbereitung (siehe Hinweis)

  • Ofen auf ca. 190° C Umluft vorheizen.
  • Kräuter waschen, trocken schütteln, Blätter abzupfen und feinhacken.
  • Möhren schälen und fein reiben.
  • Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln.
  • Alle vorbereiteten Zutaten mit Kichererbsen und Gewürzen mischen. Zu einem glatten Püree/Teig verarbeiten (Food Processor, Fleischwolf, Kartoffelstampfer).
  • Teig mit Paniermehl (+Backpulver) binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen, in Sesam wälzen und auf einem Backblech (mit Backpapier oder -matte) verteilen.
  • Im Ofen ca. 25 Minuten backen.

Notizen

Tipp für getrocknete Kichererbsen:
Über Nacht einweichen (ca. 150g) und im Schnellkochtopf ca. 30 Minuten garen.
Wer einen Fleischwolf oder Food Processor hat, kann die Zutaten nur grob vorbereiten – d.h. Karotten grob raspeln und Zwiebeln grob würfeln. Für einen Kartoffelstampfer ist leider etwas mehr Vorarbeit nötig. Die Möhren sollten sehr fein gerieben werden und auch die Zwiebeln und Kräuter sollten sehr feingehackt werden.
 
Keyword Gewürze, Hülsenfrüchte, Kichererbsen, Mezze, Vegetarisch
Mezze - gemischte orientalische Vorspeisen: Falafel, Oliven, Pasten
Rote-Bete-Püree mit Sumach

Rote-Bete-Püree

Sumach (Essigfrucht) gibt dieser Paste eine fruchtig-säurerliche Note
Zubereitungszeit 15 Min.
Gericht Beilage

Zutaten
  

  • 1 Zitrone Bio
  • 30 g Pinienkerne alternativ Walnüsse oder Pekanüsse
  • 400 g Rote Beete gegart
  • 1-2 EL Sumach
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1-2 TL Schwarzkümmel (optional zum Garnieren)
  • ein paar Stiele Koriander (optional zum Garnieren)
  • ein paar EL Joghurt (optional zum Garnieren)
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen
 

  • Pinienkerne (oder Nüsse) in einer Pfanne anrösten.
  • Zitone heiß waschen, Schale abreiben, Saft auspressen.
  • Koriander waschen, trockenschütteln und Blätter abzupfen.
  • Rote Beete grob würfeln, mit Zitronenschale und -saft, Olivenöl und Sumach fein pürieren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Mit einem Klecks Joghurt, Schwarzkümmel, Korianderblättern und gerösteten Pinienkernen garniert servieren.

Notizen

Anstelle von vakuumierter roter Bete verwenden wir gern frische rote Bete vom Markt.
Diese garen wir im Dampfeinsatz des Schnellkochtopfs (Stufe 1) je nach Größe ca. 15-20 Minuten. Rote Bete erst gegart schälen, da sie sonst beim Garen in Wasser oder Dampf ausblutet. Die Schale lässt sich mit einem kleinen Messer leich abschaben bzw. abziehen.
Keyword Dip
Mezze - gemischte orientalische Vorspeisen: Falafel, Oliven, Pasten
Zwiebeltarte mit Buchweizen- und Dinkelvollkornmehl

Zwiebeltarte mit Buchweizen- und Dinkelvollkornmehl

Herzhafte vegetarische Quiche mit Schmelzzwiebeln und vollwertigem Boden aus Vollkorndinkel- und Buchweizenmehl – ein perfektes Gericht für kalte Tage!