Käsespätzle – How to spätzle!

Käsespätzle – How to spätzle!

Käsespätzle, Kässpätzle, Kässpatzâ, Kässpatzn, Kassspotzn, Chäschnöpfli … himmlisch und noch besser: selbst gemacht!

Mit Kässpätzle verbinden wir ganz spezielle Erinnerungen. Vor einigen Jahren brachte uns eine Etappe des Bodensee-Königssee-Radwegs bei sengender Hitze zu einem ruhigen Campingplatz bei Oy-Mittelberg. Letzendlich ließ uns die Vorstellung von einer deftigen Portion Kässpätzle und einem kalten Bier einen Hügel nach dem anderen hochstrampeln. Nachdem wir erschöpft unser Zeltlager errichtet und uns frisch gemacht hatten, kehrten wir in der benachbarten Wirtschaft ein…

Bedienung: Hallo, was darf ich Ihnen bringen?
Wir: Hallo, wir möchten gerne zwei Weißbier und etwas essen?
Bedienung: Tut mir leid, aber die Küche ist schon zu!
Wir:

Erschrecktes Gesicht - Oh my god!?

Bedienung: Naja, was Schnelles wie z. B. Kässpätzle können wir schon machen.

Wir haben noch nie bessere Kässpätzle gegessen – zumal uns zwei verschiedene Variationen serviert wurden. Eine Portion Spätzle, wie man sie aus sämtlichen Wirtschaften kennt und eine weitere mit einem extra-würzigen Käse aus der Region: Weißlacker

Seither versuchen wir nach Möglichkeit unsere Spätzle mit diesem Käse aufzupeppen. Roh erinnert Weißlacker an Feta, schmeckt allerdings schärfer und salziger und riecht … etwas … strenger.
Er schmilzt jedoch zart, verliert einen Teil seiner Schärfe und verleiht den Spätzle ein einzigartiges Aroma.
Aber es ist gar nicht so einfach, an Weißlacker zu kommen. Weißlacker beim Käsestand zu bestellen, führt auch zu witzigen Diskussionen…

Wir: Habt ihr Weißlacker? Für Spätzle?
Verkäufer: Wollts ihr wirklich nen Weißlacker haben? Also, nicht dass ich euch den nicht verkaufen würde…
Wir: Ja!
Kunde hinter uns: Wollts ihr euch wirklich die Spätzle versauen?
Wir: Ja, das passt schon!
Verkäufer: Ok! Ich hab euch gewarnt … aber ihr wissts schon…wer den pur isst, der isst auch kleine Kinder!

Nun also zum Rezept.

Unseren ersten Spätzleteig bereiteten wir nach dem Rezept aus dem Bayerischen Kochbuch zu. Für die Verhältnisse von Mehl, Wasser und Eiern kann man sich Pi-mal-Daumen ableiten:
1 Person – 100g Mehl – 1 Ei – 50 ml Wasser

Käsespätzle mit Schmelzzwiebeln
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Käsespätzle

Gericht Hauptspeise
Länder & Regionen bayerisch, schwäbisch

Zutaten

Spätzleteig

  • 500 g Mehl
  • 5-6 Eier
  • 250 ml Wasser
  • Salz

Schmelzzwiebeln

  • 4 Zwiebeln
  • 2-3 EL Butter
  • 1-2 TL Zucker
  • Salz

Käse

  • 70-100 g Allgäuer Emmentaler
  • 70-100 g alter Hittisauer würziger Bergkäse
  • 50-100 g Weißlacker sehr würziger halbfester Käse, Spezialzutat

Außerdem

  • Butter für die Form
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Schnittlauch zum Garnieren
  • 50-100 ml Sahne optional

Anleitungen

Schmelzwiebeln

  1. Zwiebeln schälen, evtl. halbieren und in feine Ringe schneiden oder hobeln.

  2. Butter in einem Topf zerlassen, Zwiebeln und eine gute Prise Salz hinzufügen.

  3. Zwiebeln gemächlich unter gelegentlichem Rühren bei mittlerer bis niedriger Temperatur goldbraun werden lassen. Gegen Ende Zucker hinzufügen und karamellisieren lassen.

Spätzle vorbereiten

  1. Ofen auf 50-80°C vorheizen, große Auflaufform mit etwas Butter ausfetten und in den Ofen stellen. Großen Topf mit reichlich Salzwasser aufsetzen.

  2. Hartkäse grob reiben - ggfs. Rinde vorher entfernen. Weißlacker mit den Fingern zerbröckeln. In Schüsseln beiseitestellen.

  3. Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in feine Ringe schneiden. Beiseitestellen.

  4. Sahne halbsteif schlagen - z. B. in einen Dressingshaker oder ein sauberes Marmeladenglas geben, verschließen und kräftig schütteln. Beiseitestellen.

Spätzle zubereiten

  1. Eier mit einer Prise Salz in einer Rührschüssel verquirlen. Abwechselnd Wasser und Mehl zugeben bis ein glatter Teig entsteht, der langsam und schwer vom Löffel fließt und beim Abschlagen Blasen wirft.

  2. Teig mit einem Spätzlehobel portionsweise ins sprudelnde Wasser hobeln. Kurz aufschäumen lassen. Mit einem Schaumlöffel die Spätzle von der Wasseroberfläche fischen und abtropfen lassen.

  3. Abgetropfte heiße Spätzle abwechselnd mit Käse in die warme Auflaufform schichten. Hin und wieder mit einer Prise Pfeffer aus der Mühle würzen und einen Klecks Sahne zugeben.

Anrichten

  1. Kurz vor dem Anrichten die Spätzle mit einem Pfannenwender in der Auflauf vorsichtig umschichten und auflockern.

  2. Die Spätzle auf Teller verteilen. Mit Schmelzzwiebeln, Schnittlauchröllchen und einer Prise Pfeffer garniert servieren (evtl. ein Klecks Sahne?).

Rezept-Anmerkungen

Equipment

  • Reibe für Käse, vorzugsweise Trommelreibe mit Kurbel (auch für die Zwiebeln)
  • kleiner Topf für die Schmelzzwiebeln
  • großer Topf mit Salzwasser
  • große Auflaufform
  • Ofen, vorgeheizt auf 50-80°C
  • Spätzlehobel oder Spätzledrücker
  • (optional) sauberes Marmeladenglas mit Deckel für Sahne
  • (optional) Handrührgerät mit Knethaken für Spätzleteig, alternativ manuell mit Kochlöffel

Die Mengenangaben sind eher grobe Richtwerte als grobe Richtwerte zu verstehen. Hier kann man viel spielen und ausprobieren - Spätzlemachen ist keine exakte Wissenschaft.

Mögliche Variationen:

  • Andere Mehlsorten bzw. Typen ausprobieren: Weizenmehl Typ 1050 statt Typ 405 (oder auch gemischt) macht die Spätzle dunkler und kerniger. Ebenso kann man Dinkelmehl verwenden oder einen Teil des Mehls mit Vollkorn -oder Buchweizenmehl ersetzen (z. B. 20-30 Prozent).
  • Mehr Eier - macht die Spätzle gelber und fluffiger.
  • Andere Käsesorten bzw. mehr oder weniger Käse verwenden.
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Herzhafte Käsespätzle



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