Autor: Dennis

Lahmacun aus dem Pizzaofen

Lahmacun aus dem Pizzaofen

Pizza mal anders! Lahmacun ist die „türkische Pizza“, ein dünner Teigfladen mit würziger Hackfleisch-Paste!

Berenjenas fritas con miel de caña – Auberginen-Tapas

Berenjenas fritas con miel de caña – Auberginen-Tapas

Knusprige Auberginen-Tapas aus Spanien – verfeinert mit Zuckerrohrhonig. Ein Geschmackserlebnis, das auch Auberginen-Skeptiker überzeugt.

Steakfreie Zone: Grillen auf der Sizzle Zone mal anders

Steakfreie Zone: Grillen auf der Sizzle Zone mal anders

Auf der Sizzle Zone werden nur Steaks oder saftige Burger Patties gegrillt – basta! Ich sage: Vorurteil!

In diesem Beitrag zeige ich dir deshalb ein paar kreative und fleischlose Anwendungsmöglichkeiten für den Infrarotbrenner deines Grills – für den Fall, dass du kein Steak grillen möchtest.

Bei uns gibts relativ selten Fleisch und doch habe ich mir einen recht großen Grill mit viel Schnickschnack besorgt, darunter auch eine Hochtemperatur-Zone. Lohnt sich dieser Aufpreis denn für Flexitarier, die auch mal nur Gemüse auf den Grillrost legen? Definitiv!

Was ist eine Sizzle Zone?

Sizzle Zone ist der geschützte Markenname der Firma Napoleon und bezeichnet einen speziellen Keramikbrenner für Gasgrills, der hohe Temperaturen bis ca. 800 °C erreicht. Bei Weber nennt sich dieser Brenner dann Sear Zone.

Ohne Markenname spricht man dann einfach von Keramikbrenner, Hochtemperatur-Zone, Infrarotgrill oder Infrarotbrenner. Meist sind diese Brenner links oder rechts an den klobigen Gasgrills angebracht. Man kann sie leicht von normalen Seitenkochfeldern unterscheiden, da sie aus einer hellen Keramikplatte mit vielen winzigen Löchern bestehen. Durch diese winzigen Löcher wird von unten Gas geleitet und so zu tausenden Flämmchen entzündet. Kurze Zeit nach dem Zünden beginnt der Brenner rot zu glühen. Die Konsolen der Grills haben gerne einen roten Knopf, um hervorzuheben, dass sie über einen Sear-Burner verfügen.

Der Keramikbrenner eignet sich hervorragend dazu, Steaks kurz und enorm scharf anzubraten und ihnen ein knuspriges Branding (schwarze Röststreifen) zu verpassen.

Was kann man mit der Sizzle Zone machen – außer Steaks?

Grillkohle erreicht kurzzeitig auch eine maximale Temperatur von 700° C bis 800° C. Im Grunde kann man den Brenner also ähnlich wie einen Kohlegrill einsetzen. Die Keramikbrenner lassen sich bei Bedarf aber auch herunterregeln. Das erweitert das Anwendungsspektrum enorm.

Gemüse rösten

Die Auberginen für Baingan Bharta, Moutabbal oder Baba Ganoush werden traditionell über offener Flamme geröstet. Dadurch entsteht ein kräftiges Raucharoma.

Auberginen auf dem Grill

Auch andere Gemüsesorten lassen sich fix und scharf auf dem Brenner anrösten und mit einem schönen Branding versehen. Zum Beispiel kann man Tomaten in Hälften schneiden, mit etwas Olivenöl bepinseln, fix auf dem Keramikbrenner beidseitig kurz anrösten und mit etwas Fleur de Sel bestreut servieren.

Tomaten auf der Sizzle Zone

Sehr gut gelingen außerdem Pimientos de padrón auf der Sizzle Zone. Diese kleinen grünen Paprika einfach mit Olivenöl beträufeln und auf dem Rost rundherum grillen, bis sie Röststellen bekommen und sich leicht aufblähen. Dann vom Grill nehmen und mit Fleur de Sel bestreuen und noch heiß servieren.

Pimientos de pardon auf der Sizzle Zone

Für das rauchige indische Tomaten-Chutney röste ich „village style“ Tomaten, Knoblauch und Zwiebeln direkt über offener Flamme.

Tomaten, Knoblauch und Zwiebel auf dem Grill

Spieße grillen

Hersteller, wie z. B. Napoleon, bieten für die Sizzle Zone einen Windschutz aus Edelstahl an. Dieser hat Halterungen für Spieße, die sich über dem Infrarotbrenner grillen lassen. Für meine Paneer-Spieße (Tandoori Paneer Tikka) ist das die optimale Apparatur.

Tandoori Paneer Tikka
Tandoori Paneer Tikka

Chapati / Roti rösten

Indische Chapati sind kleine runde Fladenbrote, die zunächst in der Pfanne ausgebacken werden. Damit sie allerdings ballonförmig aufgehen, zieht man sie in der Regel auf ein Gitter und hält sie über die offene Flamme eines Gaskochfelds. Das Ganze kann man bei schönem Wetter in Ermangelung eines Gasherdes auch draußen am Grill praktizieren.

Braten und Frittieren

Der Infrarotbrenner lässt sich auch als Seitenkocher verwenden. Allerdings benötigst du feuerfestes Kochgeschirr. Auch mit Plastik ummantelte Griffe sind eher ungeeignet. Am besten eigenen sich (Guss-)eisenpfannen für den Grill.

Ich besitze keine Fritteuse und verwende den Brenner deshalb Outdoor zum Frittieren, vornehmlich für Papadums, indische Pakoras bzw. Bhajiya (Zwiebelfritters). Dadurch bleibt der Fettgeruch auch draußen ;-).

Frittieren auf der Sizzle Zone

Holzkohle für die Dhungar-Methode entzünden

Manchmal nutze ich die Sizzle Zone, um ein paar Stücke Holzkohle zum Glühen zu bringen. Diese benötige ich zum traditionellen Räuchern verschiedener indischer Speisen, wie z. B. Dal Makhani oder Dal Tadka mittels Dhungar Methode.

Die Sizzle Zone allein für ein paar Holzkohlen anzuheizen, ist etwas dekadent. Deswegen kombiniere ich das meist mit anderem Grillgut, z. B. Auberginen, Knoblauchknollen, Zwiebeln oder Spießen.

Fazit

Die Sizzle Zone ist also weit mehr als nur ein Ort für Steaks und Burger. Die Hochtemperatur-Zone ist ein vielseitiges Werkzeug, das eine Reihe von kreativen Kochtechniken ermöglicht und die Outdoorküche bereichert.

Pide mit Hackfleisch aus dem Pizzaofen

Pide mit Hackfleisch aus dem Pizzaofen

Wie man leckere türkische Pide mit Hackfleich (kıymalı pide) im Pizzaofen zubereiten kann.

Gewicht umrechnen: Kichererbsen (getrocknet) vs. Dose

Gewicht umrechnen: Kichererbsen (getrocknet) vs. Dose

Erfahre, wie du das Gewicht zwischen getrockneten Kichererbsen und Kichererbsen aus der Dose umrechnest.

Tinto de verano – das Radler der Spanier

Tinto de verano – das Radler der Spanier

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, sehnen sich viele nach einer erfrischenden Abkühlung. In Spanien gibt es dafür einen ganz besonderen Drink: Tinto de Verano. Der Name bedeutet wortwörtlich übersetzt „Sommer-Rotwein“. Das Getränk ist eine erfrischende Mischung aus Rotwein und Zitronenlimonade, die den heißen Sommer erträglich macht.

Hierzulande trinkt man Bier und Zitronenlimonade im Verhältnis 50:50. Der sportliche Bayer, der durch den Perlacher Forst zur Kugler Alm düst, nennt das dann einfach „Radler“. Die Spanier mischen anstelle von Bier lieber Vino Tinto (Rotwein) mit Zitronenlimonade und verzichten auch eine sportliche Bezeichnung für ihre süße spanische Weinschorle.

In diesem Sinne ist die Zubereitung von Tinto de Verano denkbar einfach. Man benötigt nur Rotwein, Limonade und optional etwas Zitronensaft. Die genauen Mengen variieren je nach Geschmack, aber eine gängige Mischung besteht aus einem Teil Rotwein und einem Teil Zitronenlimonade, also 50:50. Wer es etwas spritziger und süßer mag, kann auch mehr Zitronenlimonade hinzufügen. Ein Spritzer Zitronensaft sorgt für etwas mehr Frische.

Die in Deutschland erhältliche Zitronenlimonade ist sehr süß. Spanier nehmen üblicherweise Gaseosa (z. B. von La Casera). Das ist Sprudel mit Zitronengeschmack, aber weniger Zucker. Workaround für einen weniger süßen Tinto de Verano: 50 % Rotwein, 25 % Zitronenlimonade, 25 % saurer Sprudel.

Tinto de Verano ist eher innerhalb Spaniens bekannt und äußerst beliebt. Außerhalb von Spanien kennt man als Weinmischgetränk eher Sangria. Sangria ähnelt einer Bowle und ist aufgrund des Partytourismus an wohlbekannten Stränden eher negativ behaftet. Zur Herstellung mischt man Rotwein mit Fruchtsäften, Spirituosen und Fruchtstücken. Im Vergleich zu Sangria ist Tinto de Verano eher ein leichteres Erfrischungsgetränk mit weniger Alkohol – eine Schorle eben.

Speiseplan KW 20/21

Speiseplan KW 20/21

Speiseplan für die Woche mit Highlights wie Lahmacun, Pasta e fagioli und einem italienischen Grillmenü mit Salsiccia, Polenta und Spargel.

Darum solltest du Pizzateig nach dem Gehen nicht nochmal kneten

Darum solltest du Pizzateig nach dem Gehen nicht nochmal kneten

Erfahre, warum zu viel Kneten für den Pizzateig auch nicht optimal ist.

Copy-Pasta: Geniale Pasta-Skandal-Werbung für Genießer?

Copy-Pasta: Geniale Pasta-Skandal-Werbung für Genießer?

„99 Pasta-Rezepte – Geniale Pasta-Gerichte für Genießer“ – mit diesem unscheinbaren Titel macht ein aktuelles Sonderheft der „Lisa – Kochen & Backen“ des Burda-Verlags skandalöse Schlagzeilen in verschiedenen Medien. Das Magazin wurde fast ausschließlich mithilfe von künstlicher Intelligenz (in diesem Fall Midjourney und ChatGPT) erzeugt.
Nahezu überall hagelt es erhebliche Kritik, dass der Leser nicht ausdrücklich darüber informiert wurde, dass die Inhalte „künstlich“ sind. „Burdas Experiment mit der journalistischen Glaubwürdigkeit ist fahrlässig“, so betitelt es der Bayerische Journalistenverband.

Ich muss tatsächlich etwas schmunzeln und vermute dahinter eine geplante Kampagne mittels Skandal-Werbung. Auf Anhieb habe ich gut 10 Seiten mit großer Reichweite gefunden, die das Blatt zerreißen … oder vielleicht unbewusst Werbung machen!?

Ich nutze an dieser Stelle das Momentum und mache hier eigennützig Werbung für meine weniger skandalösen, sondern eher sachlichen Beiträge über künstliche Intelligenz als Werkzeug für Foodblogger und Kochbuchautoren. Wer weiß, vielleicht hat sich ja die Bande bei Burda von meinen Artikeln über „Kochen mit KI“ inspirieren lassen. Aber, dass sie es gleich so übertreiben müssen … tststs.

In diesem Sinne finde hier mein Rundum-Sorglos-Paket, um Ideen für Rezepte mittels KI zu generieren und zu illustrieren. Viel Spaß beim Erstellen deiner eigenen Copy-Pasta-Rezepte 😉

Fun fact: Das Beitragsbild für diesen Artikel wurde auch mit Midjourney erstellt. Hier der Prompt:

/imagine combine a xerox with spaghetti, illustration, funny --ar 16:9

Einen Vorteil hat die Verwendung von Midjourney definitiv. Die Bilder in dem Rezeptheft sind vermutlich einzigartig und keine Stock-Fotos aus der Datenbank. Denn Midjourney generiert bei gleichem Prompt mit jedem Versuch ein neues individuelles Bild. Wie oft ist es mir schon vorgekommen, dass mir die Rezeptbilder in den Heften irgendwie bekannt vorkamen … nicht aber die Rezepte.

Quellen:

Hello Daily Bites! – Der Beginn einer neuen Nahrungskette

Hello Daily Bites! – Der Beginn einer neuen Nahrungskette

Ankündigung einer neuen Beitragsserie mit interessanten Faken, hilfreichen Tipps, aber eventuell auch unnützem Wissen.

Fake Food Fotos: Food-Fotografie mit künstlicher Intelligenz (KI)

Fake Food Fotos: Food-Fotografie mit künstlicher Intelligenz (KI)

Wie man künstliche Intelligenz (wie Midjourney und Stable Diffusion) sinnvoll und kreativ für Foodfotografie benutzen kann.

Indisches Kokosnuss-Chutney

Indisches Kokosnuss-Chutney

Indisches Kokosnuss-Chutney ist eine leckere Beilage zu verschiedenen Gerichten wie Dosas, Idlis, Vada oder Reisgerichten. Es besteht aus Kokosnuss, Gewürzen und Kräutern. Es gibt viele Varianten des Kokosnuss-Chutneys, die von Region zu Region unterschiedlich sind und mit verschiedenen Zutaten hergestellt werden. Je nach Variante wird zum Beispiel frische Kokosnuss verwendet oder auch geriebene und getrocknete Kokosnuss. Auch die Gewürze unterscheiden sich nach Region. Dieses hier ist eher ein „klassisches“ Kokosnuss-Chutney.

Rezept für indisches Kokosnuss-Chutney

Kokosnuss-Chutney in einer Schüssel mit Curryblättern garniert

Indisches Kokosnuss-Chutney

Indisches Kokosnuss-Chutney ist eine leckere Beilage zu verschiedenen Gerichten wie Dosas, Idlis, Vada oder Reisgerichten. Diese eher klassische Variante besteht aus frischer Kokosnuss, Cashews und Gewürzen.
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Gericht Beilage
Küche Indien, Südindien

Kochutensilien

  • Hammer
  • Blender / Hochleistungsmixer

Zutaten
  

  • 1 Kokosnuss
  • 1 Saft einer Zitrone siehe Hinweis
  • 1 grüne Chilischote oder 2 oder 3
  • 1 cm Ingwer
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 5-8 Cashewnüsse alternativ etwas Chana Dal
  • Salz zum Abschmecken

Tarka

  • 2-3 EL Öl vzw. Kokosöl
  • 1 TL braune Senfkörner
  • 1 TL Bockshornkleesamen
  • 8-10 frische Curryblätter siehe Hinweis
  • 1 TL Urad Dal (geschält und halbiert) optional
  • 2 getrocknete rote Chilischoten optional

Anleitungen
 

  • Kokosnuss an einem der drei Löcher (das „weiche“ Loch) einstechen, das Wasser abtropfen lassen und in einer Schüssel auffangen. Die drei Linien der Kokosnuss mit einem Hammer abklopfen, bis sie bricht. Das Fruchtfleisch mit einem stumpfen Messer aus der Schale hebeln und die braune Haut mit einem Sparschäler vom weißen Fruchtfleisch schälen.
  • Kokosfleisch, samt Kokoswasser, Zitronensaft, Chilischoten, Kreuzkümmel, Ingwer und Cashewnüssen im Blender zu einer Paste pürieren. Gegebenenfalls Wasser hinzufügen.
  • Für das Tarka Öl in einer Pfanne erhitzen und die restlichen Zutaten darin kürz anrösten. „Gewürzöl“ unter die Kokospaste mischen.

Notizen

Anstelle von Zitrone wird häufig Tamarinde als „saure“ Komponente hinzugefügt. Hierzulande ist Zitrone einfacher erhältlich.
Curryblätter gibt es in indischen Geschäften oder Asialäden. Frische Curryblätter haben einen intensiveren Geschmack und befinden sich in der Kühlung. Trockene Curryblätter findet man im Gewürzregal.
Keyword Chutney

Varianten

Es gibt unzählige Varianten von Kokosnuss-Chutney. Deiner eigenen Kreativität sind natürlich auch keine Grenzen gesetzt. Experimentiere mit weiteren Zutaten, wie zum Beispiel: frische Minze, frischer Koriander, Knoblauch, Zwiebeln, Joghurt, Quark, Tamarinde, Tomaten, Erdnüsse, Mandeln, Karotten, Rote Bete, Spinat.

Kokos-Minz-Chutney

Eine erfrischende grüne Variante mit Minze.

Rotes Kokos-Chutney (Kerala style)

Rote Zwiebeln und rote Chilischoten machen dieses Chutney rot und scharf.

Grünes Kokosnuss-Chutney (Maharashtra Style)

Bei diesem Chutney kommen Koriander, Joghurt und Knoblauch dazu. Das Chutney bekommt eine leicht grüne Farbe.

Vada Pav Chutney

Dieses Chutney ist rot, trocken und krümelig. Es besteht aus Knoblauch, Chili, Sesam, geriebener und getrockneter Kokosnuss.

Weitere indische Chutneys

Kein indisches Gericht ist vollständig ohne leckere Chutneys. Hier haben wir eine kleine Auswahl an Rezepten für beliebte indische Chutneys, die dein indisches Menü bereichern!

Koriander-Minz-Chutney

Das grüne Chutney ist scharf und erfrischend zugleich. Es besteht aus frischem Koriander, Minze, grünen Chilischoten und allerhand Gewürzen.

Mango-Chutney

Mango Chutney ist das wahrscheinlich bekannteste und beliebteste indische Chutney. Es ist süß, sauer, scharf und salzig zugleich.

Tomaten-Chutney

Die Zutaten für dieses Tomaten-Chutney werden zunächst auf dem Grill geröstet. Dadurch erhält das Chutney eine feine, rauchige Note.