Rückblick: Speiseplan KW43/44

Rückblick: Speiseplan KW43/44

Heute ist wieder Zeit für eine Retrospektive. Schauen wir uns also an, wie gut unser letzter Wochenspeiseplan funktioniert hat. Das hatten wir uns auf die Kochmütze geschrieben:

  • Freitag: Cannellini-Bohnen mit Grünkohl-Pesto + Räucherfisch (slowlyveggie 6/2019)
  • Samstag: Selbstgemachte Kürbisschupfnudeln mit Gorgonzola-Walnuss-Sauce und Salat
  • Sonntag: Spätzle-Linsen-Pfanne (slowlyveggie 6/2019)
  • Montag: gemischtes Gemüse aus dem Ofen
  • Dienstag: Gratinierte Polenta-Nocken mit Tomatensauce (altes Lust auf Genuss Magazin)
  • Mittwoch: Maronen-Suppe
  • Donnerstag: Kidneybohnen-Buletten mit Kartoffeln (slowlyveggie 6/2019)

Freitag

Gemäß Plan haben wir die Crostini mit Grünkohl-Pesto serviert aus dem aktuellen slowlyveggie. Die fanden wir wirklich überragend.

Crostini mit Grünkohlpesto und weißen Bohnen

Samstag

Da durfte sich der Koch in der Küche austoben mit selbstgemachten Kürbisschupfnudeln, jede Einzelne handgeformt. Ungeplanterweise die doppelte Menge, um Großeltern und Geschwister bei einem kleinen Familientreffen auch zu verköstigen. Ingesamt haben wir etwa 800g Kürbis, 800g Kartoffeln und 800g Mehl verarbeitet.

Die im Wasser gegarten Schupfnudeln mussten wir auch noch transportfähig machen. Die Nudeln sollten nämlich erst bei den Großeltern gebraten und mit Gorgonzola-Sauce und gerösteten Walnüssen garniert serviert werden. Mit Küchenpergament in einem Bräter gestapelt hat das sehr gut funktioniert. Aber auch nur, weil der kleine Koch dabei geholfen hat.

Kind hilft beim Schichten von Schupfnudeln in einen Bräter
Der kleine Koch hilft beim Schupfnudeln schichten

Bei größeren Mengen Schupfnudeln oder Gnocchi können wir nur empfehlen, den Teig portionsweise vorzubereiten. Denn je länger der Teig liegt, desto feuchter und batziger wird er. Dann lassen sich die Nocken nur sehr schwer formen. Frischer Teig hingegen lässt sich zügig und einfach verarbeiten.

Sonntag

Da ist recht viel in der Küche passiert. Gleich morgens ist die kleine Köchin in die Küche marschiert und kam nicht allzu lange Zeit später mit dem Obstteller „Kinderfantasie“ wieder heraus.

Obstteller mit gemischten Früchten (Bananen, Weintrauben, Äpfel)
Obstplatte „Kinderfantasie“

Die Obstplatte haben wir nochmal kalt gestellt und gemeinsam Müsli-Riegel gebacken.

Müsliriegel aus Haferflocken und Trockenfrüchten auf Pergamentpapier
Selbstgemachte Müsliriegel mit Trockenobst

Abends verlief dann alles nach Plan. Ganz zünftig servierten wir selbstgemachte Spätzle mit Linsen nach Vorlage aus dem aktuellen slowlyveggie.

Spätzle-Linsen-Pfanne mit gehackter Petersilie garniert
Linsenspätzle

Montag – voll nach Plan improvisiert

Unser Speiseplan hat viel Spielraum gelassen, was wir als „Ofengemüse“ servieren. Am Ende gabs allerhand übriggebliebenes Gemüse aus dem Ofen mit selbstgemachter Focaccia, Huancaina-Sauce und Baba Ganoush.

Das Gemüse-Allerlei bestand aus zwei Zucchini, zwei Paprika und einer Zwiebel. Das Gemüse wurde in nicht allzu kleine Stücke geschnitten, ganz klassisch mit Olivenöl (+Salz, Pfeffer und ein paar getrockneten Kräuter) mariniert und auf einem Backblech verteilt. Ein paar kleine nicht mehr gar so feste Rote-Bete-Knollen haben wir einfach dazugelegt und etwas gesalzen.

Für die Auberginenpaste (Baba Ganoush) wurden zwei Auberginen halbiert, die Schnittflächen eingeritzt und mit Knoblauchscheiben gespickt. Danach wurden sie mit Olivenöl beträufelt, gesalzen und mit etwas gemahlenem Kreuzkümmel eingerieben. Neben dem restlichen Gemüse durften sie dann schmoren. Die Auberginen mussten aber früher aus dem Ofen raus, um das Fruchtfleisch mit Tahin zu einer Paste zu verarbeiten.

Für die Focaccia haben wir einfach einen Hefeteig vorbereitet und aus reiner Freude am Experimentieren ein Drittel des Mehls durch Buchweizenmehl ersetzt. Der Teig reichte für vier kleine Fladen. Mit Knoblauchöl bestrichen sowie mit ein paar Oliven und Kräutern garniert durften diese zusammen mit dem Gemüse in den Ofen.

Guad wars! 🙂

Demotivationstag

Kollektive Kochdemotivation hat uns dazu verleitet, nichts zu kochen und die geplanten Polenta-Nocken zu prokrastinieren. Brotzeit tuts ja auch mal. Es gibt halt so Tage, da hat man einfach keinen Bock zu kochen – kennt jeder von uns, oder?

Maronen-Mittwoch

Wie geplant, eine Variation der Kartoffel-Maronen-Suppe von foodreich.com – ohne (Soja-)Sahne, dafür mit selbstgemachter Brühe. Wir hatten weder normale Sahne noch vegane. Der kleine Koch hat fleißig beim Schnippeln geholfen. Er ließ sich aber nicht dazu motivieren, mal die Maronen zu probieren. Aber von der Suppe wurde ein Nachschlag verlangt. Ziel erreicht 🙂

Der kleine Koch schnippelt fleißig Maronen

Deftiger Donnerstag

Hier ist die Leidenschaft nochmal erwacht. Aus diversen Gemüseresten haben wir zunächst frische Brühe zubereitet, die wir in der nächsten Woche für Risotto oder Suppe verwenden können.

Gewüfeltes Gemüse köchelt in einem großen Topf
Selbstgemachte Gemüsebrühe

In der letzten Woche haben wir die Leinsamen-Cracker (Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Tomatenmark) ausgelassen. Da hatten wir also noch etwas nachzuholen. Wobei man leider nicht wirklich von Crackern sprechen kann. Man muss sie wirklich mit Vorsicht zum Munde führen. Sie zerbröseln schon allein beim Anschauen. Lecker sind sie aber allemal.

Deftiger Höhepunkt waren dann die Pflanzerl aus Kidneybohnen mit Bratkartoffeln, Gurkensalat und selbstgemachter Mayonnaise (ohne Ei!).

Buletten aus Kidneybohnen mit Bratkartoffeln und Gurkensalat auf einem Teller angerichtet
Vegetarische Pflanzerl mit Bratkartoffeln

Die Bratlinge hatten eine schöne kompakte Form und machten den Patties der Linsen-Süßkartoffel-Burger ernsthafte Konkurrenz. Das nächste Mal werden wir also Kidneybohnen-Burger ausprobieren. Dabei werden wir versuchen, die Menge an Brot zur Bindung zu verringern. Unsere Tochter hatte den berechtigten Einwand bei der Burger-Idee: „Dann essen wir ja Brot mit Brot“ 🙂

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