Naan (Indisches Fladenbrot)

Naan (Indisches Fladenbrot)

Bei uns gibt es kaum ein indisches Menü ohne dieses leckere Fladenbrot. Es passt einfach super zu sämtlichen würzigen indischen Curries und Eintöpfen, wie zum Beispiel Dal mit gelben Linsen oder Beluga-Linsen. Man kann das Fladenbrot auch super vorbereiten, während parallel das Lamm-Curry (Rogan Josh) schmort.

Prinzipiell stellt ihr für dieses Fladenbrot einen einfachen Hefeteig mit Joghurt her, den ihr nach dem Gehen in mehrere Stücke teilt und zu Fladen ausrollt. Die ersten Naans haben wir nach einem Rezept aus dem Buch Bolly Cook von Julie Schwab zubereitet. Allerding waren wir uns nicht ganz sicher, wie viel „1 Joghurt“ ist. Nach ein paar Experimenten fanden wir, dass ca. 300g Joghurt auf 1kg Mehl eine gute Hausnummer ist.

Beim Mehl seid ihr mit normalem Weizenmehl (Typ 405 oder 550) gut bedient. Falls ihr zufälligerweise im Asialaden auf Atta stoßt, probiert das doch mal aus!

Fladenbrot im Ofen oder in der Pfanne backen?

Natürlich ist es schwierig, Naan ganz authentisch zu Hause in einem traditionellen Tandur (oder auch Tandoor) zuzubereiten. Wer hat schon einen Ofen im Vorgarten, um Brot über offener Glut zu backen? Wir würden auch niemanden dazu ermutigen, die Teigfladen an die Innenwände eines normalen Haushaltsofens zu drücken – so wie man es bei einem echten Tandur machen würde 🙂

In manchen Rezepten werden Naans einfach im Backofen auf dem Backblech gebacken – das funktioniert! Wir backen die Fladenbrote stattdessen ohne Fett in einer Eisenpfanne wie Chapati oder Roti aus. Sehr gut eignen sich schmiedeiserne Pfannen oder auch flache Crêpepfannen. Nach dem Ausbacken in der Pfanne bestreichen wir die Fladen mit etwas Ghee und halten sie gestapelt im Ofen bei ca. 50-80°C warm bis zum Servieren.

Vorsicht beim Ausbacken: Bei zu starker und langer Hitze leidet die Patina in eingebrannten Eisenpfannen. Die Pfanne braucht danach wieder Pflege mit Öl. Auch bei beschichteten Pfannen mit der Hitze aufpassen. Lieber etwas runterdrehen…

Naan (indisches Fladenbrot)

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Gehen45 Min.
Arbeitszeit1 Std. 30 Min.
Gericht: Beilage
Land & Region: Indien, Indisch
Keyword: Fladenbrot, Klassiker
Portionen: 16 Fladen

Zutaten

Teig

  • 800-1000 g Mehl + etwas Mehl zum Arbeiten
  • 10-15 g frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei
  • 250-300 g Joghurt
  • 3 EL Ghee flüssig, alternativ Butter oder neutrales Öl
  • etwas Milch (optional)

Finish

  • Salz
  • 2-3 EL Ghee flüssig, alternativ flüssige Butter
  • 2-3 TL Schwarzkümmelsamen

Anleitungen

  • Hefe zerbröckeln und in etwas warmen Wasser (und evtl. etwas Zucker) anrühren. Ghee aufwärmen.
  • Hefe mit Joghurt, Ei, Ghee und Salz verrühren.
  • Mehl portionsweise zugeben. Zuerst mit dem Handrührgerät (Knethaken) und zum Schluss mit den Händen auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verrühren.
  • Teig abgedeckt ca. 45-60 Minuten ruhen lassen. Ofen vorheizen auf 80° C.
  • Aus dem Teig 8-12 gleichgroße Kugeln formen. Die Kugeln noch ein paar Minuten ruhen lassen.
  • Teigkugeln nacheinander auf bemehlter Arbeitsfläche mit dem Nudelholz zu dünnen Fladen ausrollen und in einer sehr heißen Pfanne (ohne Fett) auf jeder Seite ca. 1-2 Minuten backen.
  • Fertige Fladenbrote mit Ghee beträufeln, mit etwas Salz und Schwarzkümmel würzen, auf einem Teller stapeln und im Ofen warmhalten.

Notizen

Equipment

  • Große Rührschüssel
  • Backofen, vorgeheizt auf 70-90°C
  • Mixer mit Knethaken
  • Nudelholz
  • 1-2 Pfannen, vorzugsweise schmiedeisern
  • sauberes Geschirrtuch, angefeuchtet

Tipps

Für weniger Portionen kann die Mehlmenge gut auf 400-500g reduziert werden – dabei trotzdem ein „ganzes“ Ei und ca. 10g Hefe verwenden.
Falls der Teig zu trocken ist, etwas Milch, Wasser oder Joghurt zugeben.
In der Regel bereite ich für die Fladenbrote frisches Ghee zu. Dafür erhitze ich etwa 250g Butter in einem Topf und gieße sie durch ein feines Sieb (+Teefilter) ab oder schöpfe den Schaum vorsichtig mit einem Löffel ab. Das fertige Ghee lässt sich dann wunderbar in einem sauberen Marmeladenglas im Kühlschrank aufbewahren.
Der „ausgeruhte“ Teig wird durch Kneten wieder zäh. Ich forme deshalb erst Kugeln und lasse diese wieder ein paar Minuten (mit einem feuchten Tuch abgedeckt) gehen, bevor ich sie nacheinder zu Fladen ausrolle und in der Pfanne ausbacke.
Die Naan-Brote kommen knusprig aus der Pfanne, werden aber im warmen Ofen nach ein paar Minuten wieder zart.


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