Tarka Dal – gelbes Linsen-Curry

Tarka Dal – gelbes Linsen-Curry

Bei einem Tarka Dal, auch Tadka Dal genannt, wird zu gegarten Hülsenfrüchten (hier gelbe Linsen) eine Gewürzmischung (Tadka) vor dem Servieren hinzugefügt. Die Gewürze und eventuell andere aromatische Zutaten, wie z. B. Ingwer und Zwieben, werden davor in Ghee oder Öl angedünstet, damit sich das gesamte Aroma entfalten kann.

Im Internet findet man sehr viele (vor allem englisch-sprachige) Tadka-Dal-Rezepte. Aber die Zubereitungsschritte sind meist sehr ähnlich: Linsen kochen, Gewürze anrösten und zu den Linsen geben.

Dieses Rezept für Linsen-Curry aus gelben Linsen ist unser Dauerbrenner. Denn wir wissen, dass es immer funktioniert.

In der Vergangenheit hat sich bei uns die Tradition eingebürgert, dass wir zwei Dals zubereiten, wenn wir für mehrere Personen „indisch“ kochen. Zum Beispiel für Gäste.

Eines davon ist immer dieses Dal aus gelben Linsen. Rein, um auf Nummer sicher zu gehen. Beim anderen probieren wir meist ein neues Rezept aus. So landete auch das Dal mit Belugalinsen und Mango in unserem Repertoire.

Als Beilage zu solchen würzigen Linsengerichten passen sehr gut Reis oder selbstgemachte Fladenbrote, wie z. B. Naan oder Roti. Zu diesem Dal servieren wir immer auch ein Raita, einen Joghurt-Dip. Hier wird Joghurt mit Salz, Pfeffer und Limette verfeinert.

Das Dal lässt sich wunderbar in größeren Mengen zubereiten und schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt noch besser. Wir haben Reste auch schon eingefroren – auch super!

Tarka Dal – gelbes Linsen-Curry

Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Arbeitszeit1 Std.
Gericht: Hauptspeise
Land & Region: Indien, Indisch
Keyword: aromatisch, ballaststoffreich, Gewürze, Hülsenfrüchte, Linsen, Vegetarisch
Portionen: 4

Zutaten

Linsen

  • 230 g gelbe Linsen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Tomaten alternativ geschälte Dosentomaten
  • 15 g Ingwer
  • 1-2 EL Tamarindenpaste alternativ Apfelessig oder Limettensaft
  • Salz
  • Pfeffer

Tarka (Gewürzmischung)

  • 1-2 TL Korianderkörner
  • 1-2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Ajowan Königskümmel, optional
  • 15 g Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL gemahlene Kurkuma
  • etwas Chili
  • 8-12 Körner schwarzer Pfeffer alternativ grob gemahlen aus der Mühle
  • 2-4 EL Ghee alternativ Öl
  • Salz
  • Garam Masala optional

Raita (Joghurt-Dip)

  • 1 Bio-Limette
  • 250 g Joghurt
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen

Linsen

  • Linsen nach Packungsanweitung kochen (meist in dreifacher Menge Wasser 13-15 Minuten). Überschüssiges Wasser am Ende abgießen – evtl. durch ein Sieb.
  • Tomaten waschen und grob würfeln. Ingwer, Zwiebeln und Knoblauch schälen und ebenfalls grob würfeln. Mit dem Stabmixer in einem kleinen Kochtopf pürieren.
  • Die pürierte Tomatenmischung einige Minuten köcheln lassen und zu den Linsen geben. Gut mischen.

Tarka (Gewürzöl)

  • Knoblauch und Ingwer schälen, sehr fein hacken und evtl. mit dem breiten Messer und etwas Salz pastenartig zerdrücken.
  • Korianderkörner, Kreuzkümmel, Ajowan und Pfeffer in einem Mörser zerstoßen.
  • Die zerstoßenen Gewürze in einer Pfanne mit Ghee anrösten. Knoblauch-Ingwerpaste, Kurkuma und etwas Chili zugeben – kurz mitrösten lassen.
  • Tarka zu den Linsen geben und unterrühren.

Raita (Joghurt-Dip)

  • Limette waschen, Schale abreiben, Saft auspressen.
  • Joghurt mit Limettenschale und -saft, Salz und Pfeffer abschmecken. Ggfs. kalt stellen.

Finish

  • Dal mit Salz, Pfeffer, Tamarinden-Paste und evtl. etwas Garam Masala abschmecken. Mit Raita servieren.

Notizen

Equipment

  • Mittelgroßer Kochtopf (für Linsen)
  • kleiner Kochtopf (für Tomatenmischung)
  • Pfanne (20-24cm)
  • Stabmixer
  • Mörser
  • Zitruspresse + Reibe für Schale
 
Das Original-Rezept verwendet eine separat zubereitete Paste (Madras Masala – u. a. mit Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer etc.), deren Zubereitung sich nur in größerer Menge rentiert. Zu aufwendig, um hier nur ein paar Teelöffel zu verbrauchen.
Im Asialaden gibt es u. a. konzentrierte Tamarinden-Paste – hier bitte bei der Dosierung aufpassen.
Inspiriert von: Lust auf Genuss 10/2014

Machs vegan!

Anstelle von Ghee zum Anrösten der Gewürze kannst du natürlich auch einfach Pflanzenöl verwenden. Das Dal ist also fast schon „natural vegan“.

Beim Raita kannst du den Joghurt durch Soja-Joghurt ersetzen – oder du lässt das Raita einfach weg. Das bietet sich an, wenn du es sowieso gern würzig magst.

Mit dem Raita kann man die Würze des Dals sehr gut anpassen. Unsere Kinder mischen sich zum Beispiel gerne einige Esslöffel ins Dal. Es wird dadurch etwas cremiger und milder.



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